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Porträts ausgewählter Psychologen

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Edward Chace Tolman

* 14.04.1886 in West Newton (Massasuchetts)
† 19.11.1959 in Berkeley (Kalifornien)

Hauptarbeitsbereich:

Behaviourismus / Lerntheorien

Hauptwerke:

Drives to War 

 

Purposive Behavior in Animals and Men

Originalaufsätze:

Weiterführende Informationen:

Edward C. Tolman wurde 1886in WestNewton, Massachussets geboren. Sein Vater besaß eine große Fabrik für Tauwerk. 1911 schloss Edward Chase Tolman ein Studium der Ingenieurswissenschaft am Massachusetts Institute of Technology ab, genau wie sein älterer Bruder Richard, der später einer der bedeutendsten Physiker des Landes wurde.

Danach wand sich Tolman, inspiriert durch die Veröffentlichungen von William James, der Psychologie zu. 1912 schloß ein Psychologiestudium in Harvard ab, studierte einige Zeit in Gießen bei den bekanntesten Psychologen seiner Zeit und promovierte nach seiner Rückkehr in die USA 1915 inHarvard. Er arbeitete als Wissenschaftler an der Northwestern University in Illinois , wurde aber bereits nach 3Jahren, aufgrund seiner politischen Einstellung gegen den 1. Weltkrieg, entlassen. Von 1918 bis 1954 lehrte er Psychologie an der University of California in Berkeley.

Tolman war einer der ersten Psychologen, der Labyrinthversuche mit Ratten durchführte. Nach zahlreichen Versuchsreihen veröffentlichte er 1932 das Buch Purposive Behavior in Animals and Men. Er beschäftigte sich intesiv mit den behaviouristischen Theorien und erforschte ihre Anwendung auf das menschliche und tierische Denken und Handeln, mit einem Schwerpunkt auf dem Aspekt des Lernens. Beeinflusst wurde er vor allem durch die Theorien und Forschung der Gestaltspsychologie. Seine persönliche Überzeugung, dass die Psychologie sich stärker mit der Lösung humanistischer /menschlicher Probleme beschäftigen müsse wird insbesondere auch in seinem 194 2veröffentlichten Buch Drives to War deutlich, indem er versucht, menschliche Aggressivität zu erklären.

Tolman pflegte zeitlebens eine pazifistische und humanistische Grundeinstellung, was ihm nicht nur in Illinois Probleme einbrachte. Als er 1950 auf Geheiß der Universitätsleitung in Berkeley einen antikommunistischen Eid schwören soll, verweigert er dies mit dem Verweis aufdie Freiheit der Wissenschaften. Wegen seiner beabsichtigten Entlassung verklagte er die Universitätsleitung mit Erfolg.

Nach vielen Auszeichnungen für seine Forschung und sein Lebenswerk starb er im November 1959 in Berkeley.

Weiterführende Links:


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