Feedback
Das Wege Team würde sich sehr über eine kurze Rückmeldung von seinen Besuchern freuen.

Was gefällt Ihnen an der Seite?
Haben Sie Verbesserungsvorschläge oder Wünsche?

 

Porträts ausgewählter Psychologen

Seite: ()  1 ...  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  ()

Edward (Bradford) Titchener

* 11.01.1867 in Chichester (England)
† 03.08.1927 Ithaca, New York, (USA)

Hauptarbeitsbereich:

- Experimentalpsychologie


- Sozialpsychologie


- Wichtiger Vertreter des Strukturalismus

Hauptwerke:

- Outline of Psychology (1897)

- A Primer of Psychology (1898)

- Experimental Psychology (1901-05, four volumes)

- Elementary Psychology of Feeling and Attention (1908)

- Experimental Psychology of the Thought Processes (1909)

- A Textbook of Psychology (1909-10, two volumes)

- A Beginner's Psychology (1915)

- Lectures on the Experimental Psychology of the Thought Processes (1909, Collected lectures)

- Systematic Psychology: Prolegomena (1929, posthumous; with Harry Porter Weld)

Originalaufsätze:

The Postulates of a Structural Psychology


Weiterführende Informationen:

Der Amerikanische Psychologe Edward Bradford Titchener war ein wichtiger Vertreter des Strukturalismus. Edward Titchener wurde in eine angesehene Familie hinein geboren, doch verlor er bereits in jungen Jahren seinen Vater. Via Stipendien konnte Titchener das Malvern College besuchen, wo er Charakterstärke und gute Leistungen präsentierte. Bereits in jungen Jahren stand Titchener für seine Meinung ein und ließ sich von seinem Kurs nicht mehr abbringen. Da seine Familie, vor allem seine Mutter, Religion und Glauben sehr wichtig war beabsichtigte Sie, ihn in eine religiöse Schule zu schicken, doch er hatte andere Interessen. Ab 1885 besuchte er das Brasenose College (Oxford). Daraufhin studierte Titchener zunächst an der Universität Oxford Philosophie, klassische Sprachen und Physiologie. Dort lernte er Sir John Scott Burdon-Sanderson kennen, bei dem es sich um einen experimentellen Biologen handelte. Titchener kam außerdem mit zwei Vertretern der Darwinistischen Lehre, T.H. Huxley und John George Romanes, in Kontakt. Diese Persönlichkeiten förderten in einem erheblichen Maße sein Interesse an psychologischen Fragen. Titchener vertiefte sich daraufhin zunehmend in die Psychologie, doch seine Suche nach Antworten auf seine vielfältigen Fragen blieben für ihn noch völlig unbefriedigend. Deshalb ging er 1890 zu Wilhelm Wundt nach Leipzig, wo er auch 1892 promovierte. Bei Wundt fand Titchener die Art Wissenschaft, welche er gesucht hatte. Seine analytischen Studien der menschlichen Erfahrungen sollten ihn für den Rest seines Lebens beschäftigen. Er stellte Hypothesen auf und versuchte diese zu beweisen. Nach seiner Rückkehr in die USA fühlte Titchener sich berufen, daran mitzuwirken, dass der Name Wundts und dessen Erkenntnisse in den USA bekannt wurden. Durch zahlreiche Veröffentlichungen von Büchern, Aufsätzen und Vorträgen trug er dazu bei, dass seine in Leipzig gewonnenen Erkenntnisse in Fachkreisen bekannt wurden. Nach seiner Promotion im Jahre 1892 nahm er eine Stelle in dem neu gegründeten Labor der Psychologie an der Universität Cornell in New York an. Schnell erhielt er auch eine Professur und übernahm die Rolle des Dekans für den Fachbereich Psychologie. Dort lehrte er bis 1927. Er war ein inspirierender Sprecher und seine Vorträge wurden unter Generationen von Cornell Studenten legendär. Er begleitete 56 Studenten bei der Promotion, wovon ca. 33% weiblich waren und einige von Ihnen einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten. Unter diesen Studenten befanden sich Bsp.: Magaret Floy Washburn, E.G. Boring und Joy Paul Guilford.

Dennoch verlor er nie das Interesse an der Forschung. Er verglich die psychologischen Grundelemente, der Empfindungen und Gedanken, mit biochemischen Prozessen eines Menschen. Desweiteren versuchte Titchener Wundt`s Ansichten zu systematisieren. Bei Laborexperimenten nutzte er lediglich Wundt`s Methode der Introspektion, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Für Titchener war Psychologie die Studie von individuellen Erfahrungen. Seine Charakterisierung der mentalen Prozesse bestehen aus: Qualität, Intensität, Klarheit und Erweiterbarkeit. Titchener`s primär genutztes Werkzeug hierfür war, wie bereits erwähnt, die Introspektion, das systemtische Beschreiben von Erfahrungen. Zudem veröffentlichte Titchener eine Vielzahl von verschiedenen Werken. Um den Mangel an Lehrbüchern, die in die experimentelle Psychologie einführten, zu beseitigen, veröffentlichte er Outline of Psychology (1897). Titchener hob die Psychologie als eigenständige Wissenschaft in den USA hervor. Sein Werk A Textbook of Psychology (1910) wurde die Bibel der Schulpsychologie. Das heißt jeglicher Psychologie-Unterricht baute auf diesem Buch auf.

Er heiratete 1894 Sophie K. Bedlow. Sie assistiere ihm in seinem Labor und entwickelte die Zeichnungen für seine Bücher Titchener veröffentlichte in 35 Jahren über 200 Artikel und mehr als 35 Bücher. Deshalb wird er heute allgemein als bedeutsamer Vertreter des Strukturalismus betrachtet. In der Geschichte der amerikanischen Psychologie wäre ohne Nennung seines Namens und seiner wissenschaftlichen Beiträge unvollständig.

Er starb am 03. Aug. 1927 in New York.

Weiterführende Links:



Seite: ()  1 ...  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  ()