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Porträts ausgewählter Psychologen

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Wilhelm (Maximilian) Wundt

* 16.08.1832 in Neckarau (heute Mannheim)
† 31.08.1920 in Großbothen bei Leipzig

Hauptarbeitsbereich:

- Philosophie / Psychologie
- Bedeutung des Willens --> Wahrnehmung & Gefühl
- Begründer der Psychologie als eigenstädige Wissenschaft
- Experimentelle Psychologie

Hauptwerke:

- Wundt, (1874) Grundzüge der physiologischen Psychologie, Leipzig: Engelmann
- Wundt, (1919 - 1921) Logik, Stuttgart: Enke
- Wundt, (1912) Ethik, Stuttgart: Enke
- Wundt, (1889) System der Philosophie,
- Wilhelm Wundt, (1900 - 1920) Völkerpsychologie, Leipzig: Engelmann


Wilhelm Wundt`s kompletten Werke finden Sie hier: The Virtual Laboratory

Originalaufsätze:

Weiterführende Informationen:

Wilhelm (Maximilian) Wundt war das jüngste von 4 Kindern. Er stammt aus einer Pastorenfamilie. Er lebte in seiner Kindheit sehr zurückgezogen und verbrachte sehr viel Zeit als Begleiter eines behinderten Jungen.

Er verließ die Schule und wurde Postbote, doch letztendlich kehrte er wieder zur Schule zurück, wo er sein Abitur, wenn auch nur mit recht schlechten Noten, erhielt. Nach Schulabschluss studierte er Medizin an der Universität Tübingen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Doch als sein Vater starb, änderte sich sein Leben. Ihm wurde klar, dass er so wie bisher nicht weiter studieren konnte, denn so würde er seinen Abschluss in Medizin nicht erhalten. Mit dieser Einsicht schrieb er sich für Medizin an der Universität Heidelberg ein. Von nun an studierte er sehr eifrig, was sich auch daran ablesen lässt, dass er den besten Abschluss seines Jahrgangs erzielte.

Nach Beendigung seines Studiums ging Wundt zur Universität Berlin. Er kehrte jedoch recht schnell (1857) zur Universität Heidelberg zurück, da er dort eine Stelle als Dozent angeboten bekam. Nach seiner Habilitation (1857) wurde er Assistent des bekannten Medizinphysikers und Physiologen Hermann von Helmholtz. 1864 erfolgte dann die Berufung zum Professor an der Universität Heidelberg für Anthropologie und medizinische Psychologie.

 

 

Während dieser Zeit lerne Wilhelm Wundt auch seine zukünftige Frau kennen, Sophie Mau, welche er 1872 heiratetet. Einige Jahre danach (1876) wurde auch seine Tochter Eleonore, das Ältere, seiner drei Kinder geboren kurz gefolgt von seinem Sohn Max der 1879 das Licht der Welt erblickte. Sein drittes Kind Lilli, geboren 1880 ist lediglich 4 Jahre alt geworden.

 

 

Nach einer ca. 10 Jahre langen Beschäftigung an der Universität Heidelberg wechselte er zur Universität Zürich, wo er eine Stelle als Professor für induktive Philosophie erhielt. Doch bereits ein Jahr später wechselte er wiederum an die Universität Leipzig für eine Professur in Philosophie. Bis zu seinem Ausscheiden verblieb Wundt an der Universität Leipzig, an welcher er auch 1879 das erste Institut für experimentelle Psychologie gründete.

 

 

Weiterhin arbeitete er in seinem Labor, publizierte viele Bücher und unterrichtetet unzählige von Studenten, welche aufgrund seiner zu dieser Zeit Genialen und Innovativen Werke und Ideen aus der ganzen Welt zu ihm kamen. Bis zum Ende seiner Karriere hat er über 200 Dissertationen begleitet. Von diesen Studenten wurden viele berühmte Psychologen des frühen 20. Jahrhunderts, wie z.B: Benjamin Bourdone, Stanley Hall, James McKeen Cattell

 

 

Es bleibt dennoch zu erwähnen, dass Wilhelm Wundt ein sehr bornierter und autoritärer Mensch war. Er sagte seinen Promovenden, worüber und wie sie ihre Dissertation schreiben sollten, und er konnte sehr höhnisch werden, wenn die Studenten nicht das erledigten, was er ihnen aufgetragen hatte. Aus diesem Grund wies er auch neue Ideen zurück.

 

 

Aufgrund seiner sehr Eigenen Art hatte er am Ende seiner Karriere viel Menschen, welche ihm nicht positiv gegenüber standen, dennoch erzielten seine Bücher immer noch ein hohes Interesse, da diese ein Gedankengut transportierten welches seiner Zeit voraus war. Desweiteren fand sein Labor für Psychologie viele Nachahmer. Es wurde Beispielsweise von seinen o.g. Schülern in verschiedenen Staaten kopiert.

 

 

Er wurde mit 85 Jahren pensioniert, was ihn allerdings nicht davon abhielt weiterhin, bis kurz vor seinem Tod, Bücher zu schreiben.

 

 

 

Weiterführende Links:


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